Alle, die auf dem OMT 2017 zu Gast waren und meinen Vortrag gehört haben (und natürlich auch alle, die meinen Vortrag oder den OMT verpasst haben) finden hier meine Vorlage zur Gestaltung von Briefings für Texter.

Die Vorlage enthält alle Punkte, die ich in einem Texterbriefing für wichtig halte. Natürlich kannst Du Punkte daraus weglassen, wenn sie für Dich nicht relevant sind. Brauchst Du zum Beispiel keine Bilder, lässt Du den Punkt „Bilder“ einfach raus.

Natürlich kannst Du nicht einfach den Punkt „Zielgruppe“ rauslassen. 🙂 Aber das weißt Du ja, wenn Du meinen Vortrag gehört hast. Wenn Du ihn verpasst hast: Keine Sorge. Es gibt bald mehr Infos zum Thema „Briefings“. Natürlich hier im Blog.

Zudem erscheint im Blog von Textbroker ein entsprechender Beitrag von mir, den ich hier ebenfalls verlinken werde, und ein kleines Interview mit mir.

 

Wie Du diese Vorlage richtig verwendest

Die Vorlage ist eigentlich mehr für Dich zur Orientierung gedacht. Ich habe sie so gegliedert, wie ich die Dinge gern in einem Briefing abgehandelt haben würde. Eine andere Gliederung ist natürlich auch möglich und kann sinnvoll sein – nichts ist in Stein gemeißelt! Mir ging es nur darum, Dir eine Idee davon zu geben…

  • wie ein Briefing sinnvoll aufgebaut sein kann,
  • was hinter diesem Aufbau steckt (was sagt das dem Texter?)
  • und wie man es mit Inhalt füllt.

Ich habe die Sinnabschnitte farbig abgesetzt, damit klarer wird, wie die Struktur aussieht. Zudem habe ich die einzelnen Blöcke mit Überschriften versehen. Diese sind ein Hinweis für Dich. Natürlich musst Du Dein Briefing weder mit farbig abgesetzten Blöcken noch mit den Fragen bzw. Überschriften an Deine Texter weitergeben. In der rechten Spalte habe ich beispielhaft Inhalte für einen Auftrag eingetragen.

 

Wie Du die Vorlage ad absurdum führen kannst

Jaaa… es gibt ja so Experten.

Also, wie schon gesagt: Nicht für jeden ist jeder „Baustein“ relevant. Bilder, Links, Brand-Darstellung sind solche Felder, die nur relevant sind, wenn Du Bilder oder Links haben möchtest oder es in dem Text darum geht, einen bestimmten Brand auf eine bestimmte Weise zu kommunizieren. Solche Dinge gehören nicht zum „Standardrepertoire“ einer Textbestellung. Wenn Du sie nicht angibst, wird sie auch kein Texter vermissen. (Aber halt auch nicht produzieren bzw. berücksichtigen.)

ABER. Das bedeutet nicht, dass Du jetzt auch Zielgruppe, Tonalität oder Textlänge weglassen kannst, um ein paar Beispiel zu geben. Ohne genaue Angabe zur Zielgruppe kann der Texter schlicht keinen Text schreiben. Tonalität und Textlänge sind ebenfalls wichtige Informationen, bei denen Du sicher genauere Vorstellungen hast. Wenn es Dir wirklich egal ist, ob da 100 oder 1000 Wörter bei herauskommen – okay. Aber dann schreibe am besten bei Textlänge „egal“ hin oder eine große Spannbreite. Denn ein Texter wird sonst als erstes fragen: Wie lang soll denn das sein? (Zu recht.)

Also: Weglassen ist möglich, aber mit Sinn und Verstand. In diesem Sinne – viel Vergnügen damit!